Detailprofil dieser Rasse: Herkunft, Entstehungsjahr, anerkannte Varietäten und offizielle Zulassungen.
Rassenübersicht
Die Challans-Ente ist eine schwere Zweinutzungsrasse, die in Challans, Vendée, Frankreich entstanden ist. Sie wird für Fleischproduktion geschätzt und hat eine ordentliche Legeleistung. Die Tiere sind in der Regel ruhig, robust und gut geeignet für Freilandhaltung mit Wasserzugang. Historisch in Westfrankreich verbreitet, ist sie heute selten und wird von einem kleinen Netzwerk von Erhaltern gepflegt. Quantitative Daten: Gewicht Rüden 3,5–4,5 kg; Hennen 3,0–3,5 kg; Jahreslegeleistung ca. 70–100 Eier; Eigröße ca. 60–75 g; Erstlegealter ca. 22–28 Wochen; Futterverwertung ca. 2,5–3,0 kg Futter pro kg Gewichtszunahme; Lebenserwartung ca. 7–12 Jahre.
Detaillierte Herkunft
Herkunft: Challans, Vendée, Frankreich. Entwickelt von lokalen Züchtern Ende des 19. Jahrhunderts/Anfang des 20. Jahrhunderts, mit dem Ziel, eine große, weiße Fleischente mit zuverlässiger Eiabgabe zu schaffen. Anerkennung durch regionale Ausstellungen und Zuchtverbände. Nach dem Zweiten Weltkrieg sank die Zahl aufgrund des Aufkommens kommerzieller Hybriden; die Rasse wird heute von wenigen Erhaltern und Conservationsprogrammen bewahrt. Derzeit variiert der Status je nach Jahr und Region; Challans bleibt eine seltene, traditionelle französische Rasse, die vor allem dem Erhalt dient.
Detaillierte Beschreibung
Typische äußere Merkmale: großer, kompakter Rahmen; überwiegend weißes Gefieder; orangefarbener Schnabel und Beine; tiefe Brust und kurze Hals; Konformation begünstigt die Fleischausbeute. Temperament in der Regel ruhig und zutraulich; geeignet für Freilandhaltung mit Wasserzugang. Anpassung an gemäßigte Klimazonen; benötigt ausreichend Platz, Wasserzugang und ausgewogene Fütterung. Zuchthinweise: Empfohlene Drakes/Hennen-Verhältnisse ca. 2–4 Drakes pro 12 Hennen; Unterbringung muss Schutz gegen Kälte/Wind bieten; Gesundheitsüberwachung und Standardimpfungen empfohlen.