Detailprofil dieser Rasse: Herkunft, Entstehungsjahr, anerkannte Varietäten und offizielle Zulassungen.
Zusammenfassung der Rasse
Die Poitou-Gans ist eine der größten französischen Zuchtgänse. Sie zeichnet sich durch ihre imposante Größe und ihr ruhiges Temperament aus. Historisch geschätzt für die Fleischproduktion, gilt sie heute als Erbtrassenrasse und ist relativ selten; Populationen in Frankreich und Europa werden durch Erhaltungsprogramme gepflegt. Quantitative Daten (indikativ): - Gewicht: Männchen 9–12 kg; Weibchen 7–10 kg. - Eier pro Jahr: ca. 25–40. - Brutdauer: 28–30 Tage. - Geschlechtsreife: ca. 9–12 Monate. - Lebensdauer: 12–20 Jahre. - Fleischausbeute: ca. 55–65%.
Detaillierte Herkunft
Herkunft: Poitou, eine Region im Westen Frankreichs. Entwickelt aus robusten lokalen Gänsen; im 18.–19. Jahrhundert durch Kreuzungen mit schwereren Linien weiterentwickelt, um die Größe zu erhöhen. In dieser Zeit wurde sie als Fleischrasse geschätzt und im 19. Jahrhundert standardisiert. Nach dem Zweiten Weltkrieg sank die Zahl, bedingt durch Änderungen in der Landwirtschaft; in den 1980er–1990er Jahren wurden Erhaltungsprogramme gestartet. Heutzutage sind Populationen klein, aber in Frankreich und Europa durch Erhaltungsprogramme geschützt.
Ausführliche Beschreibung
Physische Merkmale und Eigenschaften: Eine sehr große, schwer gebaute Gans mit langem Hals; überwiegend weißes Federkleid; Schnabel und Beine orange-gelb. Ruhiges, zutrauliches Wesen; langsames Wachstum, aber hoher Fleischanteil. Gute Anpassung an Weidebasis-Systeme; Reproduktion: regelmäßige Legeaktivität; Schlupfrate im Allgemeinen hoch bei guter Pflege. Reifealter ca. 9–12 Monate; Eier pro Jahr 25–40; Lebensdauer 12–20 Jahre; saisonale Fortpflanzung. Selektionsmerkmale umfassen Körpergewicht und Muskelentwicklung.