Detailprofil dieser Rasse: Herkunft, Entstehungsjahr, anerkannte Varietäten und offizielle Zulassungen.
Zusammenfassung der Rasse
Das Angora-Kaninchen umfasst langhaarige Haushaltungsrassen, die vorrangig wegen ihrer feinen, dichten Wolle gehalten werden. Qualitativ zeichnen sie sich durch ein üppiges, sehr weiches Unterhaar aus, das eine seidige, voluminöse Faser liefert; vom Wesen sind sie meist ruhig, benötigen jedoch intensive Fellpflege, um Verfilzungen und Hautprobleme zu vermeiden. Quantitativ liegen die Körpergewichte ausgewachsener Tiere je nach Varietät grob im Bereich von etwa 2–7 kg; die Felllängen werden in Zentimetern gemessen, und die jährliche Fasererzeugung pro Tier beträgt typischerweise einige hundert Gramm, abhängig von Rasse und Haltung.
Detaillierte Herkunft
Qualitativ lässt sich der Name auf die historische Region Angora (heutiges Ankara, Türkei) zurückführen, wo langhaarige Kaninchen und deren Wolle gehandelt wurden. Seit dem 18. Jahrhundert wurden Tiere nach Europa gebracht; Züchter in Frankreich, England, Deutschland und später in den USA selektierten unterschiedliche Felltypen und Körpergrößen, sodass sich im 19. und 20. Jahrhundert verschiedene standardisierte Linien bildeten. Quantitativ beschleunigte sich die Verbreitung und formale Zucht im 18.–19. Jahrhundert; heute sind mehrere Hauptvarianten bekannt, darunter Englisches, Französisches, Deutsches, Satin- und Riesen-Angora.
Detaillierte Beschreibung
Qualitativ besteht das Fell aus einem dichten Unterhaar und längeren Deckhaaren; die Faser ist feiner und elastischer als die meisten Außenhaare von Kaninchen, was zu hohem Volumen, aber auch zu einer Neigung zum Verfilzen führt. Die Haltung erfordert regelmäßiges Auskämmen und periodische Fasergewinnung durch Scheren oder Rupfen. Quantitativ wird die Ernte üblicherweise alle 2–4 Monate durchgeführt (3–6 Mal pro Jahr, je nach Methode) und die Jahresproduktion pro Tier liegt grob zwischen einigen hundert Gramm bis — bei größeren Typen und optimaler Pflege — deutlich höheren Mengen (häufig mehrere hundert Gramm). Die Haarwuchsrate hängt von Varietät, Fütterung und Jahreszeit ab und beträgt in der Regel Millimeter bis einige Zentimeter pro Monat; die Lebenserwartung bei guter Pflege liegt meist im Bereich von circa 5–10 Jahren.