Detailprofil dieser Rasse: Herkunft, Entstehungsjahr, anerkannte Varietäten und offizielle Zulassungen.
Rassezusammenfassung
Das Bourbonnais‑Grau ist eine traditionelle französische Kaninchenrasse, benannt nach der Region Bourbonnais. Qualitativ zeichnet sie sich durch einen kompakten, wohlproportionierten Körper, ein schiefer‑ bis blaugraues Fell mit dezentem Agouti‑Zeichnung und ein ruhiges, wachsames Wesen aus, geeignet für Kleinzucht und Hobbyhaltung. Quantitativ handelt es sich um eine mittelgroße Rasse: das Erwachsenengewicht liegt üblicherweise bei etwa 3,0–4,5 kg. Die Rasse gilt als selten und hat vor allem regionales Konservierungsinteresse.
Herkunft im Detail
Qualitativ entstand das Bourbonnais‑Grau durch lokale Selektion in Zentralfrankreich (historisches Bourbonnais) mit Schwerpunkt auf Robustheit und der charakteristischen grauen Fellfarbe. Es wurde traditionell von Kleinerzeugern in Departements wie Allier gehalten. Quantitativ ist die Rasse in regionalen Schriften seit dem späten 19. Jahrhundert belegt; im 20. Jahrhundert schrumpften die Bestände mit der Verbreitung kommerzieller Rassen. Erhaltungsbemühungen von Liebhaberzuchtgruppen seit dem späten 20. Jahrhundert haben die Existenz der Rasse gesichert, jedoch in begrenzter Anzahl.
Detaillierte Beschreibung
Qualitativ zeigt das Bourbonnais‑Grau eine solide, muskulöse Linienführung, einen mittellangen Kopf, proportionale Ohren und ein dichtes, eher mattes Fell, das als gleichmäßiges Grau/Blau mit agouti‑Bändern erscheint. Das Wesen ist in der Regel zutraulich und robust; die Rasse ist für geschützte Außenhaltung gut geeignet. Quantitativ wiegen adulte Tiere meist etwa 3,0–4,5 kg; die durchschnittliche Wurfgröße ähnlicher traditioneller Mittelrassen liegt häufig bei rund 5–7 Jungtieren, und die produktive Lebensdauer bei guter Pflege beträgt oftmals mehrere Jahre (typisch 4–7 Jahre). Für verbindliche Messwerte und ein offizielles Rassestandard empfehlen sich regionale Zuchtvereine.