Detailprofil dieser Rasse: Herkunft, Entstehungsjahr, anerkannte Varietäten und offizielle Zulassungen.
Rassezusammenfassung
Die Havanna ist ein kompakter, mittelgroßer Kaninchenrasse, geschätzt für ihr tiefes, glänzendes Fell und ihre ausgeglichene Körperform. Qualitativ zeichnet sie sich durch ruhiges, ausgeglichenes Temperament, kurzes dichtes Fell mit starkem Glanz und einen cobby Körperbau aus, geeignet für Ausstellung und als Haustier. Quantitativ liegt das Durchschnittsgewicht erwachsener Tiere bei etwa 3,0–3,5 kg, die Körperlänge in den mittleren 30ern cm, und die durchschnittliche Lebenserwartung bei etwa 5–8 Jahren unter guter Haltung.
Detaillierte Herkunft
Die Havanna entstand in Europa im späten 19. Jahrhundert durch gezielte Selektion auf Farbe und Typ. Züchter in den Niederlanden und angrenzenden Regionen trugen zur Herausbildung der einheitlichen braunen Fellfarbe und der kompakten Form bei. Die Rasse verbreitete sich anschließend in andere europäische Länder und in Ausstellungskreise im Ausland vor der Mitte des 20. Jahrhunderts. Quantitativ finden sich Erwähnungen in Züchterunterlagen aus den späten 1800er Jahren; die Anerkennung durch nationale Vereine erfolgte schrittweise im frühen 20. Jahrhundert.
Detaillierte Beschreibung
Fell: kurz, dicht und glänzend mit gleichmäßiger Färbung — historisch typisches Farbspiel ist dunkles Braun/Schokolade; in verschiedenen Standards werden auch Schwarz, Blau und Broken-Varianten anerkannt. Körper und Kopf: kompakter, kräftiger (cobby) Körper mit breiten Schultern und abgerundeter Hinterhand; Kopf proportional und mäßig rund, Ohren mittlerer Länge. Temperament und Verwendung: ruhig, gut handhabbar, geeignet für Schau und als Haustier. Fortpflanzung und Pflege: Geschlechtsreife meist mit 4–6 Monaten; durchschnittliche Wurfgröße 4–6 Junge; Tragzeit etwa 28–31 Tage. Haltungsanforderungen entsprechen denen mittelgroßer Hauskaninchen: reichlich Heu, ausgewogene Ernährung, tägliche Bewegung und regelmäßige tierärztliche Kontrolle.