Detailprofil dieser Rasse: Herkunft, Entstehungsjahr, anerkannte Varietäten und offizielle Zulassungen.
Rassetext kurz
Dies beschreibt eher eine Gruppe von Fellfarben als eine einzelne Rasse. „Schwarz“ ist ein undilutes, einfarbiges Schwarz; „Blau“ ist die durch das Dilutionsgen verursachte Variante des Schwarz; „Havanna“ bezeichnet eine schokoladenbraune Färbung (chocolate‑Allele); „Weiß“ kann genetisch verschieden begründet sein (Albinismus, Vienna‑Weiß oder weiße Abzeichen). Diese Farben kommen in vielen Rassen vor; Ausprägung und Anerkennung richten sich nach dem Rassestandard.
Detaillierte Herkunft
Die Farben beruhen auf bekannter Kaninchen‑Fellgenetik: mindestens vier Hauptloci (A, B, C, D) und zahlreiche Modifikatoren bestimmen Pigmentverteilung und Intensität. Die Havanna/Schokolade‑Farbe steht mit rezessiven Allelen am B‑Locus (bb) in Zusammenhang; Blau entsteht bei Homozygotie für das Dilutionsallel am D‑Locus (dd). Weiß kann durch rezessive Allele am C‑Locus (Albinismus) oder durch Spotting/white‑dominante Varianten wie Vienna bedingt sein. Züchter haben diese Mutationen in unterschiedlichen Linien fixiert.
Detaillierte Beschreibung
Erscheinungsbild: Schwarz ist tief und glänzend; Blau wirkt schiefgrau/stahlgrau durch Pigmentverdünnung; Havanna ist warm schokoladenbraun; Weiß kann reinweiß mit rosa/roten Augen sein (Albino) oder weiß mit pigmentierten Augen je nach Mutation. Genetik: Sind beide Eltern Dd, ergibt das statistisch ca. 25 % dd‑Nachkommen (blau); sind beide Eltern Bb‑Träger, ca. 25 % bb (havanna). Eine bb dd‑Kombination erzeugt häufig lilac/sehr helle Braunvarianten (seltener). Farbe beeinflusst nicht Größe oder Körperbau — das sind Rassemerkmale. Die Ursache für Weiß sollte geklärt werden, da sie Augenfarbe und rassespezifische Aspekte bestimmt.